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BG-Bergisch Land

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Das Jahresprogramm 2022 und 2023 der Bezirksgruppe  

Überblick über die Aktivitäten der Bezirksgruppe Bergisch Land 2022/2023:

Nr.

Datum

Aktivität

1

Jahresfahrt 2022,

23. bis 26. Juni


Flughafen Frankfurt, Mainz, Worms, Speyer, Heidelberg
2

20. August 2022,

14 Uhr

Jahreshauptversammlung und Sommerfest - Schachtweg 1, 45549 Sprockhövel
3

Mittwoch,

7. September 2022

Jahrestagung 2022 und Mitgliederversammlung VSVI NRW der BG Aachen,

Hotel Kasteel Valsbroek - Vaalsbroek 1, 6291 NH Vaals, Niederlande


4
Dienstag, 18. Oktober 2022

Besichtigung der Tunnelbaustelle "A 42/A 43 Tunnel Baukau bei Herne", 13:45 Uhr Baubüro in Bochum-Riemke, Herner Straße 370, 2. Etage großer Besprechungsraum

5
27. November 2022, 15 Uhr
 Jahresabschlussveranstaltung der Bezirksgruppe, Besuch des Musicals "Sugar - Manche mögens heiß" im TiC-Theater und anschließendes Essen

6

2023

Neubau der Leverkusener Rheinbrücke A 1, weitere Aktivitäten der Bezirksgruppe und Alternativen: Besichtigung der Mobilitätszentrale Leverkusen, Autobahnmeisterei Remscheid, Bunker Kalkar - Nato-Hauptquartier

7

Jahresfahrt 2023,

1. bis 4. Juni

Bremerhaven und Umgebung

8 2023 Stadtführung in Velbert-Langenberg mit Kaffeetrinken

 

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Kommunen gehen neue Wege, um Fachkräfte im Verkehrswesen zu gewinnen!

In einem Animationsfilm zeigen Inga und Jörn, wie vielseitig und attraktiv die Arbeit in der kommunalen Verwaltung als Bauingenieur*in oder Verkehrsingenieur*in ist.

 Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzen Kommunen unter dem Dach der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV) auf innovative Maßnahmen, um Absolvent*innen des Bau- und Verkehrswesens zu gewinnen. Mit einem animierten Film zeigen sie die Vielseitigkeit der Aufgaben im Umfeld von kommunaler Mobilität, Verkehrsplanung und Straßenbau und den absolut modernen Arbeitsbedingungen.

Die beiden Protagonist*innen im Film, Inga und Jörn, stehen für für Vielfalt und Diversität in Stadt und Land. Während Inga einen urbanen Lebensstil in einer Wohngemeinschaft pflegt, lebt Jörn auf dem Land und arbeitet auch dort. Inga arbeitet an Verkehrslösungen für die moderne Großstadt, während Jörn sichere Schulwege plant und die Anbindung von Dörfern im ländlichen Raum im Blick hat. Zwei Lebensentwürfe, zwei Arbeitgeber, ein Ziel: Sichere und zukunftsorientierte Verkehrssysteme und urbane Mobilitätslösungen für Alle.

Daran arbeiten im Film Inga und Jörn. Bei den vielen kommunalen Arbeitgeber*innen im Bereich Tiefbau und Verkehrsplanung mögen sie anders heißen. Kollegialität, Austausch, die Suche nach der Mobilität für die Zukunft und der Bau ebendieser gehören bei allen dazu. Kommunen sind Auftraggeber. Sie planen Verkehrswege und kaufen Leistungen dafür ein. Dazu brauchen sie Fachkräfte: Zum Beispiel Verkehrsingenieur*innen und Bauingenieur*innen. Menschen wie Inga und Jörn.

 

Sie finden den Film unter https://www.youtube.com/watch?v=ZkxECFxKS5g

 

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Den Stellenwert der Bau- und Verkehrsingenieurinnen und -ingenieure in der Öffentlichkeit verbessern und die substaniell wichtige Arbeit der Berufsgruppe berücksichtigen! Bau- und Verkehrswesen müssen sich durchsetzen!

In Gremien wichtiger und großer Bauprojekte wird die fachliche Seite oft durch Kaufleute und Juristinnen/Juristen vertreten. Dabei kommt der wichtige Sach- und Fachverstand der Baufachleute viel zu kurz oder gar nicht zum tragen. Der Stellenwert der Bau- und Verkehrsingenieurinnen/-ingenieure in der Öffentlichkeit ist unbedingt zu befördern. In einer Pressemeldung am 18.08.2021 zum Untersuchungsausschuss "Flughafen Berlin Brandenburg" heißt es zum Beispiel: „Der BER-Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus hat seine Arbeit abgeschlossen. Nach 3 Jahren soll heute der Abschlussbericht vorgestellt werden. Ein wichtiges Fazit: In Zukunft sollten Baufachleute im Aufsichtsrat solcher Großprojekte der Öffentlichen Hand überwachen, nicht Politiker“.

Zudem sei eine solide Finanzierung nötig. Der Flughafen war 2020 mit neun Jahren Verspätung eröffnet worden. Planungsfehler, Baumängel und Missmanagement führten zur Verdreifachung der Baukosten auf rund 6,5 Mrd. Euro.“Getrost könnte man das Fazit auf jegliche Projekte übertragen, denn wie oft können sich Planende und Bauausführende mit ihren fachlich fundierten Bedenken nicht durchsetzen. Zudem dürften nicht weiterhin juristische Spitzfindigkeiten kreativen Lösungen im Wege stehen. Vielfach sind deren Ursachen aber die wachsende Überregulierungen auf allen Gebieten.

 

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Im Rahmen der Verbändeanhörung zum Entwurf des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes NRW sind wir Anfang 2021 als VSVI NRW bis Ende März 2021 um eine Stellungnahme gebeten worden. Auch die Bezirksgruppe Bergisch Land beteiligte sich an der Stellungnahme: 

Der Schwerpunkt des Entwurfes spiegelt sich in dem Sachverhalt, dass das Fahrrad zum gleichrangigen Verkehrsmittel ernannt werden soll. Das Ziel einer Gleichrangigkeit des Fahrrades mit den anderen Verkehrsmitteln ist zwar zukunftsorientiert der richtige Weg, aber die Infrastruktur der meisten Städte in NRW ist bei Weitem darauf noch gar nicht vorbereitet und ausgebaut.

Tatsache ist, dass immer mehr ältere Menschen parallel neben ihrem Fahrzeug freizeitmäßig auf Fahrräder umsteigen und generell die E-Bikes/Pedelecs auf unseren Straßen immer beliebter werden. Diese Entwicklung ist unter dem Gesichtspunkt Umweltfreundlichkeit gut und unterstützenswert, allerdings sind die Vorrausetzungen in den meisten Städten noch nicht einmal im Ansatz geschaffen. Während im ländlichen Bereich separate Fahrradwege überwiegend vorhanden sind, mangelt es in den Städten an separaten und sicheren Fahrradwegen. Es ist nicht damit getan, dass schmale Fahrradstreifen einfach auf der Fahrbahn markiert werden. Dieses suggeriert eine Sicherheit, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Hierzu kommt, dass viele Kreuzungen und Kreisverkehre keine sichere Führung für Radfahrer anbieten. Da hilft auch kein Gesetz, was die Gleichrangigkeit von Radfahrern sicherstellt. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit und unter Berücksichtigung, dass die Fahrräder immer schneller werden (siehe E-Bikes) und die Verkehrsteilnehmer immer älter und auch unsicherer werden, müssen auch in den Städten zusammenhängende und separate Fahrradwege mit entsprechendem technischem Standard ausgebaut und sichere Querungen im Bereich von Kreuzungen und Kreisverkehren angelegt werden.

Wir wissen, dass diese Lösungen auf Grund der enge der Verkehrsflächen in den Innenstädten teilweise nicht möglich sind, aber alternativ bieten sich intelligente Lösungen an, die mit wenig Aufwand sicher umzusetzen sind. Hierzu gehören z. B. die Einrichtungen von Einbahnstraßen. Hier entsteht genügend Platz für einen sicheren Fahrradweg.  

Des Weiteren sind in vielen Innenstädten Parallelstraßen vorhanden, die man dann zur Spiel- bzw. Anliegerstraße ohne großen Aufwand umwidmen und so dem Fahrradfahrer eine ausreichende und sichere Verkehrsfläche zur Verfügung stellen kann.

Die VSVI-Bezirksgruppe Bergisch Land unterstützt zwar den o.a. Referentenentwurf, weist jedoch darauf hin, dass in vielen Städten die Vorrausetzungen hierfür noch nicht vorliegen und aufgrund der anstehenden Entwicklung (ältere Fahrradfahrende/E-Bikes) aus Verkehrssicherheitsgründen erst einmal die verkehrliche Vorrausetzungen zu schaffen sind.

Diese Einschränkung sollte unbedingt als kritische Einwendung in die Stellungnahme des VSVI NRW aufgenommen werden.  

 

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