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Rheinbrücke Leverkusen: Bauauftrag ist neu vergeben

Von der Autobahn GmbH des Bundes ist die Entscheidung für den Weiterbau der Rheinbrücke Leverkusen getroffen worden. Eine Bietergemeinschaft aus den Unternehmen SEH Engineering, Eiffage Métal, Hochtief, Iemants und Max Bögl hat Anfang Februar den Zuschlag erhalten. Der Auftrag hat einen Wert von 216 Millionen Euro brutto.

Die Bauarbeiten beginnen in Kürze nach Abstimmung mit den beteiligten Unternehmen. Der jetzt geschlossene Bauvertrag umfasst die Fertigstellung des 2018 begonnenen ersten Teilbauwerks der Rheinbrücke Leverkusen. Dieses entsteht nördlich der alten Rheinbrücke und wird nach seiner Inbetriebnahme, die für Ende 2023 geplant ist, den gesamten Verkehr der A1 aufnehmen. Dann können alle Fahrzeuge, vor allem auch alle LKW, den Rhein wieder queren.Der vorherige Bauauftrag musste im April 2020 gekündigt werden, nachdem gravierende Mängel in der Stahlbauausführung nicht vom Auftragnehmer beseitigt wurden. Die in den letzten Jahren gebauten Gründungen und Pfeiler werden weiter genutzt. Nach der Kündigung des Vertrags hatte der bis dato zuständige Landesbetrieb Straßenbau NRW kurzfristig einzelne Brückenbestandteile wie die Widerlager durch andere Baufirmen fertigstellen lassen. 

Das Projekt wurde zum Jahresbeginn 2021 von der Autobahn GmbH des Bundes übernommen, die das Ausschreibungsverfahren gemeinsam mit der betreuenden Niederlassung Rheinland entscheidend vorangetrieben hat.„Wir sind froh, dass die Vergabe nun erfolgt ist und sehen dem Weiterbau dieser wichtigen Rheinbrücke optimistisch entgegen,“ sagt Thomas Ganz, Direktor der Autobahn GmbH Niederlassung Rheinland.

Die neue Brücke besteht dann wie auch die alte Rheinbrücke aus einer Vorlandbrücke im linksrheinischen Köln-Merkenich und der Strombrücke über dem Rhein. Nach Eröffnung des insgesamt 1.068 Meter langen Brückenzugs wird die alte Rheinbrücke abgebrochen und an ihrer Stelle ein weiterer Neubau entstehen. Nach Fertigstellung des zweiten Teilbauwerks stehen dem Verkehr der A1 dann im Ausbauabschnitt zwischen Köln-Niehl und Leverkusen-West vier Fahrspuren je Fahrtrichtung zur Verfügung. 

Neuer Geschäftsbereich für die Rheinbrücken in NRW

Für dieses und ähnliche Projekte wurde in der Niederlassung Rheinland ein eigener Geschäftsbereich Rheinbrücken mit Sitz in Köln gegründet. Seine Aufgabe wird zukünftig die Überwachung der Bestandsbrücken sowie Planung und Bau der Ersatzneubauten für Autobahn-Rheinbrücken in Nordrhein-Westfalen sein. Von den acht Rheinbrücken im Land, sollen fünf in den kommenden beiden Jahrzehnten durch Neubauten ersetzt werden.

Die bisherigen Bauwerke sind zum Teil über 60 Jahre alt und werden sowohl dem heutigen und dem zukünftig prognostizierten Verkehrsaufkommen als auch den Lasten nicht mehr gerecht. Direktor Thomas Ganz: „Mit dem Geschäftsbereich Rheinbrücken wird das Know-How und die Organisation der Maßnahmen an einer zentralen Stelle gebündelt. Es entsteht langfristig ein Kompetenzzentrum, das auch sicherstellt, dass wir immer genug einsatzbereite Rheinbrücken für den Verkehr haben.“

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