Bezirksgruppen > BG Westfälisches Ruhrgebiet > Exkursionen & Berichte Bezirksgruppe Westfälisches Ruhrgebiet
BG-Westfälisches Ruhrgebiet

Besichtigung der Bahnhofshinterfahrung Hagen

Am 24.04.2018 besichtigten 23 Mitglieder der Bezirksgruppe die Bahnhofshinterfahrung in Hagen. Mit dabei waren auch 11 Kollegen der Bezirksgruppe Bergisch Land.

Treffpunkt war die Villa Post in Hagen, von wo wir nach einem kurzen Überblick zur Gesamtmaßnahme über den fertiggestellten, aber noch nicht freigegebenen 2. Bauabschnitt in Richtung Eckeseyer Straße marschierten und den Erläuterungen des verantwortlichen Projektleiters Hr. Hegerding lauschten. Nach einem ca. 1 km langen Spaziergang erreichten wir den neuen Kreuzungsbereich mit der Plessenstraße, welcher ebenfalls als Zuwegung zur neuen „West-Side“ hinter dem Hagener Hauptbahnhof dient. Auf dieser 2 Hektar großen Fläche wird eine großflächige Bodensanierung (ca. 40.000 m³) durchgeführt, um das Gelände für künftige Ansiedlungen als Büro- und Gewerbestandort bebauungsreif herzurichten.

Danach schlängelten wir uns zwischen Flügelwand des Bauwerks und dem Trafohaus entlang, um die Baustelle von unten zu begutachten. Der Bauleiter Hr. Gveric erläuterte uns hier die Systematik des Einbaus der Stahlträger. Insgesamt werden neun Träger verbaut – jeder jeweils zwei Meter hoch, 50 Meter lang und ca. 60 Tonnen schwer, wobei die Endfertigung erst auf dem Vormontageplatz an der Baustelle in bis zu acht Metern Höhe erfolgt. Die in Ungarn gefertigten Träger werden mit Hilfe eines 108 Tonnen schweren Mobilkrans eingehoben, die beiden letzten Träger mit Hilfe eines zweiten Krans im sogenannten Tandemhub. Nach Verschweißung des gesamten Stahltragwerks werden die temporären Hilfsstützen entfernt und die Fahrbahnplatte in Ortbetonbauweise hergestellt.

Das alles geschieht in einer Höhe von 2,50 m über der eigentlichen Endlage; erst nach Fertigstellung der Fahrbahnplatte im Herbst 2018 wird das gesamte Bauwerk in die höhenmäßige Endlage „abgestapelt“.

Spektakulär wurde es, als wir uns die Baustelle mit Hilfe einer Drohne von oben anschauen konnten.

Im Anschluss begaben wir uns das nahegelegene Baubüro, wo bei einem zünftigen Imbiss weitere interessante Diskussionen und Gespräche über diese imposante Baumaßnahme entstanden. In Kleingruppen von fünf Leuten hatten wir dann noch die Möglichkeit, in das neue Brückenbauwerk während des Einhubs eines Hohlkastenträgers selbst geführt zu werden, wo uns Hr. Gveric den Bauablauf nochmals ausführlich erläuterte.

(unter folgendem Link können Sie sich ein Video der Drohnenaufnahmen anschauen:https://youtu.be/bvIjwwKmo2U)

Jahresabschluss im Brauereimuseum Dortmund

Am Sonntag, den 19.11.2017 trafen wir uns im Brauereimuseum in Dortmund, um in entspannter Atmosphäre unseren Jahresabschluss zu feiern.

Das städtische Brauerei-Museum befindet sich im früheren Maschinenhaus der Hansa-Brauerei und der angrenzenden Produktionshalle. Im Rahmen einer Dauerausstellung können die stadtgeschichtlichen Entwicklungen, die Fortschritte des industriellen Brauens und sowohl die damaligen, als auch die heutigen Produktionsprozesse begutachtet werden. Viele Exponate, wie z.B. eine große Dampfmaschine oder ein riesiges Bierfass, vermitteln auch heute noch einen guten Eindruck der Zeiten, in denen das Bierbrauen noch von harter Arbeit geprägt war.
Im Rahmen einer interessanten, rund einstündigen Führung vermittelte uns ein erfahrener Braumeister vielerlei Dinge über die Kunst des Bierbrauens und über die Dortmunder Brauereigeschichte. Im Anschluss nahmen wir in gemütlicher Runde im Kaminzimmer an einer Bierverköstigung teil, bei der wir weitere Informationen über die Dortmunder Actien-Brauerei erhielten und uns neben dem Buffet eine Auswahl von verschiedenen Biersorten aus dem heutigen Portfolio der Brauerei gereicht wurde.

BP-Raffinerie Gelsenkirchen und Veltins-Arena auf Schalke

Am 24.10.17 standen gleich zwei interessante Ziele in Gelsenkirchen auf der Tagesordnung.
 
Zunächst trafen wir uns an der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen (Tor Ost, Pawiker Straße 30, 45896 Gelsenkirchen) am Werk Scholven, um an einer ca. 2-stündigen Besichtigung teilzunehmen.
In Gelsenkirchen betreibt BP zwei Werke in den Stadtteilen Horst und Scholven als einen integrierten Raffineriestandort. Aus rund 12 Mio. t Rohöl werden insgesamt mehr als 50 verschiedene Produkte hergestellt. Dies sind hauptsächlich etwa 9 Mio. t Benzin, Diesel, Düsentreibstoff und Heizöl sowie Bitumen und Petrolkoks und ca. 3 Mio. t petrochemische Produkte vor allem für die Kunststofferzeugung. Die BP Gelsenkirchen GmbH ist mit ca. 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 170 Auszubildenden einer der größten Arbeitgeber der Stadt und der Region.
Zunächst wurde uns im Rahmen eines Vortrages die Herstellung der vielfältigen Produkte, die aus Rohöl gewonnen werden, sowie auch die – weltweite – Struktur der erdölverarbeitenden Industrie sehr anschaulich erläutert. Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit, mit einem Bus die riesigen, stadtteilgroßen Areale in Scholven und Horst zu befahren und uns von einem erfahrenen Mitarbeiter der BP die Produktionsabläufe erläutern zu lassen. Unter den Teilnehmern bestand Einigkeit in dem Eindruck, noch nie zuvor derart viele kilometerlange Rohrleitungssysteme in der hier vorliegenden Häufung gesehen zu haben. Ein weiterer, interessanter (positiver)  Eindruck :
Man sieht nichts und man riecht nichts von den Produkten !!
Sicherlich den offensichtlich absolut geschlossenen Produktionsketten zu verdanken.
 
Nach der Führung durch die BP-Raffinerie fuhren wir zum benachbarten Fußballverein Schalke 04, um dort zunächst die Veltins-Arena zu besichtigen.

Die Veltins-Arena wurde im August 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und dient heute auch neben dem Fußball als Austragungsort von Konzerten und weiteren Veranstaltungen. Seit ihrer Eröffnung hat sich die VELTINS-Arena europaweit etablieren können und ist immer noch eines der modernsten Stadions auf dem Kontinent.
Innerhalb weniger Stunden lässt sie sich für nahezu jede Art von Event umbauen.
Mehr als eine Million Menschen aus aller Welt haben die Arena seit ihrer Eröffnung besichtigt und auch wir waren von den technischen Höhepunkten wie Rasenwanne, Cabrio-Dach oder dem riesigen Videowürfel fasziniert. Dazu konnten wir in der blau-weiß gestalteten Spielerkabine Platz nehmen, die Hospitality-Bereiche, das Medienzentrum und die Stadionkapelle besichtigen. Allesamt Orte, die sonst für Fans nicht frei zugänglich sind.
Sehr beeindruckend war der Spielertunnel: Die Wände sehen aus wie unter Tage – kalter Stein, sparsam beleuchtet. Es ist eng, kaum Platz für zwei Mannschaften. Düsterer Charme wird verbreitet, um dem Gegner Angst einzuflößen. Angst müssen wir zum Glück nicht haben, als wir durch diesen Grubenschacht gehen und das Spielfeld betreten. Den „heiligen“ Rasen zwar nicht, der ist abgesperrt und nur den Lizenzspielern vorbehalten, aber die Perspektive von unten auf die Stadionränge ist imposant und wird von allen Teilnehmern von der Ersatzbank genossen – ein absolutes Fotomotiv.
Im Anschluss ging es direkt zu Fuß weiter auf dem Vereinsgelände des drittgrößten deutschen Fußballklubs.
Auf 200 000 Quadratmetern renoviert, modernisiert und optimiert der FC Schalke 04 gerade sein Zuhause am Ernst-Kuzorra-Weg. Es ist ein gewaltiges Bauvorhaben – das größte auf Schalke, seit um die Jahrtausendwende direkt nebenan die Arena aus dem Boden gestampft wurde. Das neue Stadion war damals ein Stück Zukunftssicherung für Schalke 04 – nun soll auch die übrige Infrastruktur auf dem Vereinsgelände diesem hohen Standard angepasst werden.
Unser Mitglied Volker Bünermann ist als Generalplaner mit seinem Büro Bramey.Bünermann Ingenieure GmbH für die Erschließung dieses innovativen Bauvorhabens verantwortlich. Er zeigt uns die aktuellen Bauaktivitäten und gibt einen Ausblick auf den Endausbau.
Im Mittelpunkt des ersten Bauabschnitts steht zunächst das, was für die Fußballer am wichtigsten ist: Es geht um optimale Trainingsbedingungen. Nachdem die Profis bereits ihr neues Funktionshaus bezogen haben, wird für sie ab November 17 auch ein weiterer neuer Trainingsplatz zur Verfügung stehen.
Wir können die Fertigstellung dieses Platzes noch live verfolgen – es ist hier nicht wie bei oft gesehenen anderen Baustellen eine Asphaltschlacht, aber auf andere Art und Weise auch eine Materialschlacht. An einem Tag erstrahlt, aus unzähligen Rollen von Rasen verlegt, ein 8.000 m² großer Fußballplatz in frischem Grün. Dafür sind Spezialmaschinen und eine perfekt abgestimmte Logistik erforderlich, es hat offensichtlich auch heute wieder einmal alles gut funktioniert.
 
Die bisherigen alten Trainingsplätze werden – im wahrsten Sinne – begradigt: Auf dem gesamten Gelände wird durch Erdarbeiten ein Höhenunterschied von bis zu vier Metern ausgeglichen, der durch Senkungen als Folge des Bergbaus entstanden ist. Rund 200 000 Kubikmeter Erde werden dafür bewegt – gewaltig. Wenn der erste Bauabschnitt Ende 2018/ Anfang 2019 fertiggestellt ist, wird es für den Trainingsbetrieb insgesamt sieben Rasenplätze und ein Feld mit modernem Kunstrasen auf dem Vereinsgelände geben.
 
Der zweite Bauabschnitt sieht den Bau von zwei weiteren Trainings- und einem Geheimtrainingsplatz vor, insbesondere steht dann aber die Umsetzung von neuen Hochbaumaßnahmen im Fokus. So soll das Tor „Auf Schalke“ gemäß dem Schalker Leitbild die Merkmale Tradition, Erfolg und Fans vereinen. Alle öffentlichkeitsbezogenen Angebote und Service-Einrichtungen des Vereins sollen dort zusammengefasst werden, wie z.B. Fan- und Ticketshops.
Aufgrund des enormen Wachstums des Vereins wird ebenfalls ein kompletter Neubau der Geschäftsstelle mit ca. 200 Meter Länge vollzogen. Dann befinden sich alle Abteilungen unter einem Dach inklusive Geschäftsführung, Verwaltung und der Knappenschmiede, direkt neben das neue Profileistungszentrum. Bis Ende des Jahres 2021 soll der Umbau vollständig abgeschlossen sein und es wird erkennbar, dass das Konzept durchdacht und zweckmäßig – aber auch mit viel Liebe zum Detail und zur Tradition.
So ist der Boulevard, der zukünftig quer durchs Gelände führt, exakt 19,04 Meter breit, und das neue Stadion für die Nachwuchsmannschaften vereint die beiden früheren Spielstätten der Königsblauen in einem: Der Eingangsbereich ist originalgetreu dem der traditionsreichen Glückauf-Kampfbahn nachempfunden und die Tribüne basiert auf den noch vorhandenen Rängen der Gegengerade im alten Parkstadion.
 
Alle Mannschaften, von der Jugend bis zu den Profis, haben ihre Heimat künftig auf dem Vereinsgelände direkt an der Arena. Und durch die Anbindung an das Marriott-Hotel, das Gesundheitszentrum Medicos und die Gesamtschule Berger Feld hat Schalke eine Infrastruktur, die es so tatsächlich bei keinem anderen Verein in Deutschland gibt – nicht bei Bayern München, und auch nicht bei Borussia Dortmund. Und darauf wird hier in Gelsenkirchen natürlich besonderes Wert gelegt!
 
Im Anschluss an die Besichtigungen kehrten wir ab ca. 18.00 Uhr im Restaurant GreenOlive des Marriot-Hotels ein, wo wir bei einem leckeren italienischen Buffet und dem einen oder anderen Getränk diesen interessanten und abwechslungsreichen Tag gemeinsam ausklingen ließen.
 
Glück auf!


Besichtigung der Firma Trilux und der Steinbruchbetriebe Ebel in Arnsberg

Am 16.08.2017 besichtigten 22 Mitglieder der Bezirksgruppe die Firma Trilux und die Steinbruchbetriebe Ebel in Arnsberg.

Nach gemeinsamer Fahrt mit dem Bus nach Arnsberg wurden wir bei der Firma Trilux freundlich durch Fr. Bärwind und den Vertriebsleiter für Außenbeleuchtung Hr. Metzner empfangen. Die Firma Trilux produziert seit über 100 Jahren Zubehör für die Leuchtenindustrie und Leuchten für den Innen- und Außenbereich und ist mit ca. 5.200 Mitarbeitern einer der führenden Leuchtenhersteller. In einer knapp einstündigen Tour durch die Produktionshallen erhielten wir jede Menge Informationen über die Herstellung hochwertiger Leuchten. Für viele Mitglieder überraschend stellt die Firma Trilux fast sämtliche Teile einer Leuchte selbst her. Von der Herstellung der Metallgehäuse über die Produktion von Kunststoffabdeckungen aus angeliefertem Granulat bis hin zur händischen (!) Montage jeder einzelnen Leuchte konnten wir den gesamten Produktionsprozess nachvollziehen. Selbst eine Maschine zur Herstellung individueller Kartonage konnte bestaunt werden.

Im Anschluss fuhren wir zu den nahegelegenen Steinbruchbetrieben Heinrich Ebel. Die Herren Ebel empfinden uns am alten „Gut Habbel“, von wo wir mit zwei Geländefahrzeugen in alle Bereiche des Steinbruches – von der „untersten Sohle“ der Abgrabung bis zur höchsten Erhebung künftiger Abgrabungsbereiche mit einer Höhendifferenz von knapp 200 Meter – gefahren wurden und fachkundige Erläuterungen zum Betrieb des Steinbruches bekamen. Das geologisch nur in wenigen Bereichen vorkommende  und daher wertvolle Kulmplattenkalk-Gestein wird in dem Steinbruchbetrieb mit ca. 80 Mitarbeitern zu besonders hochwertigen Baustoffgemischen für den Hoch-,Tief- und Straßenbau sowie Zuschlagstoffen für die Beton- bzw. Asphaltindustrie aufbereitet. Der derzeitige Aufgrabungsbereich des Steinbruches ist in den letzten Jahrzehnten nahezu vollständig aufgeschlossen worden, sodass der Betrieb dringend auf die bereits vor knapp 10 Jahren beantragte, aber immer noch nicht genehmigte Aufgrabungserweiterung nach §16 BImSchG angewiesen ist. Insbesondere vor dem Hintergrund des z. Zt. erhöhten Bedarfes an Baustoffen ist die Versorgungssituation im Natursteinbereich inzwischen als sehr angespannt zu sehen, was bei den Baumaßnahmen, die auf diese Stoffe angewiesen sind, zu erheblichen Verzögerungen oder auch Kostensteigerungen führen kann.
  
Den Abschluss und Ausklang unserer Halbtages-Exkursion bildete ein gemeinsames Abendessen im nahegelegenen Gasthof Danne im Örtchen Oelinghausen, wo wir bei bestem „Biergarten-Wetter“ und den zugehörigen Getränken die Eindrücke unserer Besichtigungen wie gewohnt noch mal diskutiert und verarbeitet haben. Selbst die anschließende Rückfahrt mit dem Bus nach Hagen wurde von unserer Gruppe aufgrund der gewählten, landschaftlich sehr schönen Strecke durch das Sauerland als weiteres, kleines „Highlight“ unserer Exkursion empfunden.
  

Jubiläum 50 Jahre Bezirk westfälisches Ruhrgebiet

Am 24. Mai – auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung und auch am gleichen Ort- feierten wir das 50-jährige Bestehen unserer Bezirksgruppe Westfälisches Ruhrgebiet in Dortmund im Westfälischen Industrieclub am Alten Markt, dessen Räumlichkeiten einen feierlichen Rahmen für unser Jubiläum boten. Nachdem wir die Teilnehmer(innen) mit einem Glas Sekt empfangen hatten eröffnete unser Vorsitzender Dipl.-Ing. Matthias Hegerding den offiziellen Teil unserer Veranstaltung und begrüßte die Jubiläums-Gesellschaft, bestehend aus unseren Mitgliedern, sowie auch zahlreichen Gästen aus uns nahestehenden Bereichen. Auch einige Gründungsmitglieder sowie fast alle noch lebenden, ehemaligen Vorsitzenden der Bezirksgruppe durften wir begrüßen.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Dr. Ing. Heinrich Lessmann, Präsident der VSVI NRW und zudem langjähriges Vorstandsmitglied unserer Bezirksgruppe. Ihm fiel es naturgemäß leicht, aus dem „eigenen Nähkästchen zu plaudern“ und die Entwicklung und Aktivitäten unserer BG als einer der größten Bezirksgruppen der VSVI NRW dazustellen. Auch unser zweiter Gastredner, der Dortmunder Baudezernent Dipl.-Ing. Martin Lürwer, hatte ein „Heimspiel“ indem er insbesondere die städtebaulichen und verkehrstechnischen Entwicklungen (in) der Stadt Dortmund, die wir ja als VSVI Bezirk im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Exkursionen eng begleitet haben, darstellte. Alle Anwesenden waren sich darüber einig, dass es Dortmund in den letzten ca. 30 Jahren sehr gut gelungen ist, den Wandel von einer monostrukturierten Montanstadt hin zu einem modernen Dienstleistungs- und Technologiestandort zu vollziehen. Hiernach war es uns eine besondere Ehre, Herrn Dipl.-Ing. Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, als Gastredner begrüßen zu dürfen.  Auch er war zumindest in seinen beruflichen Anfängen in Dortmund tätig. Michael von der Mühlen gab uns einen fundierten Einblick in die Entwicklungen in NRW sowie insbesondere auch das Ruhrgebiet aus Sicht der Landesregierung. Auch die künftigen Formen der Mobilität in unserer Region waren zentraler Punkt seiner Grußworte.
Hieran schloss sich nahtlos der Festvortrag unseres Gründungsmitgliedes, Landesrat a.D. Dipl.-Ing. Helmut August an. Unter dem Titel „Alles fließt – aber Wohin? Gedanken zur Finanzierung und Organisation des Straßenbaues in Deutschland“ setzte sich Herr August u. a. kritisch mit den aktuellen Entwicklungen in der Organisation der Straßenbauverwaltungen auseinander. Rückblickend stellte er fest, dass das eine oder andere „Modell“ – organisatorisch wie auch finanzierungstechnisch – so brandneu, wie es derzeit dargestellt wird, gar nicht ist, da es bereits in früheren Jahren entsprechende Überlegungen gab, für die die Zeit aber damals noch nicht reif war. Der grundlegende Umbruch in der Bundesautobahn- bzw. evtl. auch der Bundesstraßenverwaltung löst sicherlich gravierende Veränderungen der Strukturen aus, bietet aber andererseits auch Chancen im Sinne einer Optimierung der Aufgabenwahrnehmung selbst sowie auch in der (besseren) öffentlichen bzw. politischen Wahrnehmung der „Straßenbauer“ bzw. auch ihrer Probleme. Angesichts der gewaltigen Aufgaben, die in der verkehrsgerechten Erhaltung der Infrastruktur Straße vor uns liegen, ist dies dringend vonnöten, da es nur bei entsprechender, öffentlicher  Wertschätzung unserer Arbeit gelingen wird, die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen – in der Organisation wie auch der Finanzierung – zu schaffen.
 
Als weiterer, wichtiger Punkt unserer Tagesordnung stand die Ehrung unserer Jubilare für ihre 50jährige Mitgliedschaft in der VSVI an. Der Vorstand konnte in diesem Jahr mit Dipl.-Ing. Helmut August, Dipl.-Ing. Horst Bremer und Dipl.-Ing. Heinrich Casper drei namhafte und sowohl in der Vergangenheit als auch heute aktiv am Vereinsleben der VSVI, insbesondere auch den Aktivitäten unserer BG teilhabende Mitglieder ehren. Der vierte Jubilar, Dipl.-Ing. Jürgen Wandel, konnte urlaubsbedingt nicht an der Ehrung teilnehmen.
Im Anschluss an den „offiziellen Teil“ haben wir uns zunächst einmal an einem vielseitigen, leckeren Buffet für den weiteren Abend gestärkt.
Nach dem Buffet erwartete uns noch ein ganz besonderer „Leckerbissen“ unseres Programms, nämlich die gut einstündige Musikshow des Hansa-Theaters Dortmund. Die drei erstklassigen Künstler präsentierten Ausschnitte aus verschiedenen Shows, von Musical-Highlights bis zu Popsongs. Es gelang ihnen am Ende, selbst die „trockenen“ Bauingenieure zum Mitklatschen oder Mitsingen zu bewegen. Ein gemütlicher Ausklang bei Musik und Tanz bildete den Abschluss dieser überaus gelungenen Veranstaltung.
 
Ein ganz besonderer Dank gilt auch den zehn Unternehmen der Bauwirtschaft aus unseren Reihen, die durch ihr großzügiges Sponsoring diese Veranstaltung in dem großen, feierlichen Rahmen ermöglicht haben. Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht gelungen, das Jubiläum in dieser Form zu begehen.

Die Jubiläumsgesellschaft

Dipl.-Ing. Matthias Hegerding - Vorsitzender der Bezirksgruppe eröffnet die Jubiläumsveranstaltung

Dipl.-Ing. Heinrich Lessmann - Präsident VSVI NRW bei seinen Grußworten

Dipl.-Ing. Martin Lürwer - Baudezernent der Stadt Dortmund

Dipl.-Ing. Michael von der Mühlen - Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW

Dipl.-Ing. Helmut August - Landesrat a.D. bei seinem Festvortrag

Der Vorstand der Bezirksgruppe und die Referenten

Ehrung der Jubilare, zu ihrer 50-jährigen Mitgliedschaft, durch den Vorsitzenden und den Geschäftsführer

Musikshow des Hansa-Theaters Dortmund

Besichtigung der BP / Aral Kraftstoff- und Bitumenforschung sowie des Ruhrstadions in Bochum 28.11.2016

Spät im Jahr, nämlich für den 28. November hatten wir unsere Mitglieder zu einer weiteren Exkursion eingeladen. Da wir uns für 2017 die Besichtigung der Raffinerie in Gelsenkirchen vorgenommen haben, wollten wir uns im Rahmen dieser Exkursion vorab die theoretischen Grundlagen der Kraftstoff- und Bitumenherstellung erläutern lassen.
Die BP Forschung am Standort Bochum ist ursprünglich die Aral Kraftstoffforschung in Deutschland. Und auch heutzutage liegt ein Schwerpunkt genau auf dieser Kraftstoffforschung (http://www.aral.de/de/forschung.html). Neu beheimatet ist hier nun auch „Bitumen“. Unsere Besichtigung gliederte sich in einen kurzen Vortrag sowie eine anschließende Führung durch den Standort mit Erläuterung der Tätigkeiten des Instituts.                                                      
Die in Bochum angesiedelte Aral Forschung ist sowohl für die Qualität der Aral Kraftstoffe in Deutschland verantwortlich als auch für alle BP Kraftstoffe auf den kontinentaleuropäischen Märkten. Sie ist heute eines der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Labore für die Erforschung und Entwicklung von Kraftstoffen sowie auch Bitumen.  In verschiedenen Teams (z.B. Produktentwicklung, Produktqualität, Prüfstände und Labor) arbeiten in Bochum rund 75 Forscher zusammen.
 
Im Anschluss an die Besichtigung des Forschungsinstituts haben wir im Rahmen einer einstündigen Führung das Ruhrstadion Bochum besichtigt.

  

Besichtigung der Rheinbrücke Leverkusen und Verkehrsleitzentrale NRW

Am 11.10.2016 machten sich über 40 Mitglieder der Bezirksgruppe auf, um die Rheinbrücke Leverkusen und die Verkehrsleitzentrale NRW zu besichtigen.

Nach gemeinsamer Fahrt mit dem Bus nach Leverkusen haben wir uns dort aufgrund der begrenzten Kapazitäten bei beiden Besichtigungen in 2 Gruppen aufgeteilt und im Wechsel zum einen die Leverkusener Rheinbrücke sowie andererseits die Verkehrszentrale der Strassen NRW, die nur wenige Kilometer entfernt liegt, besichtigt. Der „fliegende Wechsel“ der beiden Gruppen zwischen den Zielen stellte für den Busfahrer schon eine logistische Herausforderung dar, klappte aber letztlich sehr gut.

Zur Leverkusener Brücke bzw. ihren Problemen ist in der „Fachwelt“ inzwischen vielfach berichtet worden. Bei der VSVI zuletzt im Jahresheft 2016 von der BG Bergisch Land. Daher bedarf es an dieser Stelle nicht einer wiederholenden Darstellung der Problematik der Brücke.

Unsere Gruppen haben zunächst im Bereich des östlichen Widerlagers allgemeine Erläuterungen zur Maßnahme durch den Projektleiter Herrn Dipl.-Ing. Jungmann bekommen und danach aber auch Gelegenheit gehabt, in den Brückenüberbau „einzusteigen“ und uns die Probleme vor Ort ansehen können. Unsere Eindrücke zum Zustand der Brücke waren sehr nachhaltig, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es selbst nach der Sperrung für LKW nicht gelingt, den „Status Quo“ des Erhaltungszustandes zu halten. Man kann nur hoffen, dass es den dort handelnden Kollegen gelingt, durch ständige Reparaturmaßnahmen die Brücke zumindest für PKW noch so lange befahrbar zu halten, bis die neue Ersatzbrücke fertig gestellt ist. Aufgrund der baugrundtechnischen und planungsrechtlichen Probleme dürfte sich dies wohl auch noch einige Jahre hinziehen.

  

Bild: Einer von insgesamt vier Operatorplätzen

Das zweite Ziel der Exkursion war die Verkehrszentrale NRW, die im April 2013 unter dem Dach des Landesbetriebs Straßenbau NRW in Leverkusen ihren Dienst aufgenommen hat.  Dort begrüßte uns der Abteilungsleiter Verkehrssteuerung Hr. Menzel, der uns in einem interessanten Vortrag von der Planung, über die Umsetzung und Errichtung bis hin zum jetzigen laufenden Betrieb die Aufgaben der Verkehrszentrale eindrucksvoll schilderte.

Die vormals dezentrale Organisation- und Kompetenzstruktur wurde am Standort Leverkusen erfolgreich gebündelt; nun ermöglichen kurze Wege schnelle Entscheidungen, die allen Verkehrsteilnehmern auf den insgesamt 2.200 Kilometer Autobahn zu Gute kommen. So werden in der Verkehrszentrale sämtliche Daten aus der landesweiten Verkehrserfassung unmittelbar für die Verbesserung des Verkehrsablaufes und der Verkehrssicherheit genutzt. Die aktuelle Verkehrslage, Infrastrukturdaten und Baustelleninformationen werden hier zusammengeführt und in verkehrsleitende Maßnahmen, wie z.B. die temporäre Seitenstreifenfreigabe und die Informationen über Staus und Unfälle auf den dynamischen Anzeigetafeln, umgesetzt. Neben dem Betrieb ist die Verkehrszentrale auch für die Planung und den Bau aller Verkehrsbeeinflussungsanlagen zuständig.

Im Anschluss an den Vortrag durften wir das Herzstück der Verkehrszentrale, den Operatorenraum, begutachten, die Operatoren bei Ihrer Arbeit live erleben und das aktuelle Verkehrsgeschehen auf den vielen Bildschirmen verfolgen.

  


Stadtbahn-Umbau im Dortmunder Hauptbahnhof und Deutsches Fußball – Museum

Am Donnerstag, den 10. März trafen wir uns mit ca. 30 Mitgliedern am Hauptbahnhof Dortmund zur Besichtigung des dort laufenden Stadtbahn-Umbaus. Dort erwartete uns Herr Dipl.-Ing Sauerländer, verantwortlicher Projektleiter des Tiefbauamtes Dortmund, der uns zunächst im Baubüro die Maßnahme vorstellte und anschließend, nachdem wir uns baustellengerecht umgezogen hatten, auch „vor Ort“ fachkundig erläuterte.
Zur Baumaßnahme selbst:
Seit 1984 ist die Stadtbahnanlage Dortmund Hauptbahnhof in Betrieb. Als Hauptzubringer zu den täglich über 530 Zügen des Regionalverkehrs und aufgrund des seit der Inbetriebnahme stetig gestiegenen Fahrgastaufkommens wird dieser Bahnhof seiner Aufgabe in der heutigen Form nicht mehr gerecht. Er entspricht weder in verkehrlicher noch in baulicher Hinsicht den heutigen Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige und attraktive Stadtbahnanlage. Der Rat der Stadt Dortmund hat daher am 15.November 2012 den Umbau und die Erweiterung der Anlage mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 37 Millionen Euro beschlossen. Die Investitionskosten beinhalten Planungs- und Baukosten. Sie werden von Bund und Land mitfinanziert. Bausteine des – insbesondere mit DSW21 als Betreiberin der Anlage – abgestimmten, anspruchsvollen Projektes sind die Verbreiterung der beiden Seitenbahnsteige im mittleren Bereich von derzeit etwa 4 Metern auf rund 9.5 Meter, die Herstellung eines neuen mittig liegenden Treppenzugangs auf jeder Seite und neue – ebenfalls in die Mitte der Bahnsteige gesetzte – Aufzugsanlagen. Die südlichen Zugänge werden weiterhin um eine zusätzliche Fahrtreppe erweitert. Gleichzeitig wird der Bahnhof brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Bei der Ausgestaltung des Bahnhofs werden die Grundsätze der barrierefreien Planung berücksichtigt.  Durch den Umbau und die Erweiterung der Stadtbahnanlage wird die Kapazität und die Attraktivität der Anlage gesteigert – als eigenständiger Baustein des zentralen Verkehrsknotens Dortmund Hauptbahnhof. Die Arbeiten sind unabhängig von den Planungen der DB AG zum Umbau der Verkehrsstation Dortmund Hauptbahnhof zu sehen.
 
Im Anschluss an die Baustellen-Besichtigung haben wir anschließend das Deutsche Fußball-Museum, das genau gegenüber dem Hauptbahnhof liegt und 2015 eröffnet wurde, besichtigt. Das Deutsche Fußballmuseum erzählt die Geschichte des deutschen Fußballs auf einer Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern in fünf verschiedenen Ausstellungsbereichen.
Beeindruckend und auch technisch sehr aufwendig präsentiert die Geschichte der Nationalmannschafft chronologisch „aufgehängt“ an den Weltmeisterschaften. Sehr eindrucksvoll inszeniert auch die „Hall of Fame“ für die großen deutschen Spielerpersönlichkeiten. Dagegen durchaus schlichter gehalten der Bereich des Klubfußballs, in dem größtenteils eher „kleinere“ Fußballklubs und ihre Historie dargestellt werden. Für „aktive Fußballer“ bietet das Kleinspielfeld im Souterrain des Museums die Gelegenheit, sich selbst fußballerisch zu präsentieren. Auch der ehemalige Mannschaftsbus der Nationalmannschaft im Erdgeschoss vermittelt einen kleinen Einblick in die Welt des Fußballs, den man ansonsten nur über die Medien erhält.
 
Den Abschluss unserer gelungenen Exkursion bildete ein gemütliches Beisammensein im nahegelegenen Restaurant „Pfefferkorn“. Dort haben wir gemeinsam unsere Eindrücke von der Baustelle verarbeitet und auch die Neuorganisation des DFB diskutiert.
  

Mitgliederversammlung 09.03.2016

Zur ersten Veranstaltung des Jahres fanden sich über 40 Mitglieder in der Regionalniederlassung Straßen NRW Außenstelle Hagen ein. Neben den üblichen „Regularien“ stand in diesem Jahr die Ehrung unserer Mitglieder Friedhelm Körwer, Gustav Schmid, Friedrich Hüning und Dieter Renner für Ihre 50jährige Mitgliedschaft in der VSVI, sowie die Vorbereitung unserer Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre VSVI Bezirk Westfälisches Ruhrgebiet“ in 2017 im Mittelpunkt der Versammlung.
Im Anschluss an unsere Versammlung haben wir uns in diesem Jahr mit einem „nicht-technischen“ Thema beschäftigt. Unter der „Überschrift“ Generationen-Management bzw. Personalmanagement hat uns Herr Andreas Müller-Ohly, Personalchef der Eurovia GmbH, die Handlungsstrategie moderner Unternehmen zur Gewinnung, Motivation und weiteren Qualifizierung junger MitarbeiterInnen dargestellt.
Ein Thema, dass vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sowohl für viele unserer beruflich aktiven Mitglieder als auch die VSVI selbst immer mehr an Bedeutung gewinnt, da es uns z. Zt. nur sehr schwer gelingt, junge Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt zu finden (und diese dann auch zu VSVI Mitgliedern zu machen). 

Jahresabschluss im Cabaret Queue in Dortmund am 20.11.2015

Am Freitag, den 20.11.15 haben wir im Cabaret Queue in Dortmund unseren Jahresabschluss begangen. Dort wurde zunächst in gewohnt lockerer und entspannter Atmosphäre gemeinsam gegessen und hierbei das (VSVI-) Jahr Revue passieren lassen.
Ab 20.00 Uhr begann dann der kulturelle Teil unserer Veranstaltung.
Wir ließen uns von den skurrilen Geschichten eines Comidians begeistern, der uns mit einer Show aus raffinierten visuellen Effekten und einer Mischung aus jugendlichem Liebhaber und verrücktem Professor an diesem Abend begeisterte.
Letztlich haben wir den schönen Abend an der Theke ausklingen lassen.

Bilder der Jahrestagung und 48. Mitgliederversammlung

 

Einladung zur VSVI-Jahrestagung und 48. Mitgliederversammlung am 21. Mai 2014 im Sauerlandpark in Hemer

 

Dr.-Ing. Heinrich Lessmann Präsident VSVI NRW eröffnet die Jahrestagung

 

Die Teilnehmer(innen) des Begleitprogramm´s starten zur Führung durch den Sauerlandpark

 

Michael Esken Bürgermeister der Stadt Hemer bei seinen Grußworten

 

Dipl.-Ing. Meinolf Bertelt-Glöß Prokurist NRW Urban bei seinem Festvortrag zum Thema Konversion

 

Das Auditorium der Jahrestagung

 

Gruppenbild der Referenten

 

angeregte Diskussionen in der Kaffeepause

 

Beginn der Mitgliederversammlung

Winfried Pudenz Hauptgeschäftsführer Strassen.NRW bei seinen Grußworten

 

Dipl.-Ing. Matthias Hegerding Vorsitzender BG Westfälisches Ruhrgebiet begrüßt die Versammlung

 

Dipl.-Ing. Werner Lerdo Geschäftsführer VSVI NRW beim Geschäftsbericht

Jahresabschluss 4.12.2013 im Theater Olpketal

Als Jahresabschluss besuchten wir das beliebte Kabarett von Bruno "Günna" Knust im Theater Olpketal in Dortmund. Die Teilnehmerzahl war mit 50 Mitgliedern bzw. PartnerInnen erfreulich hoch.

Vor der Vorstellung trafen wir uns in einem für unsere Gruppe reservierten, gemütlichen Raum, um uns bei einem leckeren Buffet und Getränken nach Wahl zu stärken und uns auf die Vorstellung einzustimmen. Feinstes Ruhrpott-Kabarett, Stand-Ups frei von der Leber weg und geballten Wortwitz für die Lachmuskeln präsentierte uns anschließend im neuen Programm Bruno "Günna" Knust. Er führte uns seine günnakologische Sichtweise auf das Leben im Ruhrgebiet vor Augen und mischte sein Heimatstädtchen mit liebevollen Bosheiten und aktuellen Kommentaren auf. Trotz Sparzwängen und Haushaltsloch ist es im schwarz-gelben Pott immer noch am schönsten. Sein Entertainment lebt von der einmaligen Schlagfertigkeit im Umgang mit den Zuschauern und seiner Spontaneität der Ruhrgebiets-Sprache - wohldosiert und unverkennbar.

In der Pause sowie auch nach der Vorstellung hatten wir Gelegenheit, in lockeren Gesprächsrunden das VSVI-Jahr Revue passieren und den Abend ausklingen zu lassen.

Besichtigung der Baumaßnahme Bahnhofshinterfahrung Hagen am 16.10.2013

Am 16. Oktober hatten wir im Rahmen einer Nachmittags-Veranstaltung die Gelegenheit, die Baumaßnahme Bahnhofshinterfahrung Hagen zu besichtigen. Ca. 35 Mitglieder folgten unserer Einladung nach Hagen, wo uns der Projektleiter Dipl.-Ing. Matthias Hegerding in der "Villa Post", einem historischen Gebäude direkt neben der Baustelle begrüßte und die Maßnahme durch einen Powerpoint-Vortrag mit zahlreichen Luftbildern, in die die Planung der Bahnhofshinterfahrung implantiert wurde, erläuterte. Anschließend konnten wir die "fertige Straße" im Rahmen einer Visualisierung virtuell abfahren. Hier die Kurzbeschreibung der Maßnahme:

Nach jahrzehntelangem "Ringen" konnte im Frühjahr 2012 endlich der Startschuss für diese Großbaumaßnahme, die der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) im Auftrag der Stadt Hagen baut, gegeben werden. Das Gesamtvolumen der Maßnahme liegt bei 65 Mio €. Hiermit ist die Bahnhofshinterfahrung die derzeit größte kommunale Straßenbaumaßnahme in NRW. Die Finanzierung erfolgt mit Bundesmitteln auf Grundlage des Entflechtungsgesetzes sowie städtischen Eigenmitteln. Derzeit wird der erste Bauabschnitt mit einem Volumen von ca. 15 Mio € realisiert; die weiteren Abschnitte befinden sich in der Bauvorbereitung. Die Bahnhofshinterfahrung ist "weit mehr" als nur eine Ortsumgehung. So mussten und müssen bereits im ersten BA, der über das Gelände der ehemaligen Produktionsstätten der VARTA führt, die Hinterlassenschaften der 125-jährigen Batterieproduktion beseitigt bzw. saniert werden. Darüber hinaus muss vielfältigen Belangen des Gewässer- und Hochwasserschutzes Rechnung getragen werden. Dem Bedürfnis der Bürger nach Lärmschutz wird in Kombination mit der Errichtung von Landschaftsbauwerken, die Teil der städtebaulichen Entwicklung der Industriebrachen sind, entsprochen. So entstehen links und rechts der Trasse insgesamt ca. 15 ha "neue" Flächen, die den in diesen Bereichen gewünschten Nutzungen zugeführt werden können.

Nach der Präsentation der Planung konnten wir uns vor Ort selbst einen Eindruck über den Stand der Arbeiten im 1. BA verschaffen. Von einem eigens eingerichteten Aussichtspunkt hatten wir einen hervorragenden Überblick über das Bau-Geschehen. Nach der Besichtigung kehrten wir wieder in der Villa Post ein, um bei einem Imbiss unsere Veranstaltung ausklingen zu lassen.

Besichtigung „Kö- Bogen“ und Wehrhahnlinie in Düsseldorf

Am Dienstag, den 30.07.2013 hatten wir die Gelegenheit eine der größten Baumaßnahmen in NRW zu besichtigen. Um 13.15Uhr trafen sich die interessierten Mitglieder am HBF Hagen, um mit der Bahn gemeinsam nach Düsseldorf zu fahren. Baustellenbedingt musste die Teilnehmerzahl leider auf 25 Mitglieder begrenzt werden.

Im Baubüro am Rande der Altstadt bekamen wir von dem Gesamtprojektleiter Herrn Wittkötter einen sehr interessanten Vortrag über das gesamte Volumen der Baumaßnahme und die zu überwindenden Problemen bei der Koordinierung der verschiedenen Teilbereiche. Herr Wittkötter ist ein sehr erfahrener Projektmanager und betreut die Gesamtmaßnahme mit einem Stab von insgesamt 70 Mitarbeitern.

Bei diesem Bauvorhaben baut die Stadt Düsseldorf eine neue U-Bahn – Wehrhahn-Linie genannt. Durch die neue zentrale U-Bahn – Verbindung verliert der Jan-Wilhelm- Platz seine Bedeutung als zentraler Verkehrsknotenpunkt. Diese einmalige Chance hat die Stadt Düsseldorf genutzt, das Herz der Stadt neu zu gestalten. Das Ergebnis ist der KÖ- Bogen, ein komplexes städtebauliches Konzept, welches sich auf die historischen Qualitäten der Innenstadt zurückbesinnt. Das nördliche Ende der Königsallee bekommt durch den markanten Gebäudeentwurf des Stararchitekten Daniel Libeskind einen würdigen Abschluss.

Ebenso werden der Schadowplatz, der Gustaf-Gründgens-Platz und der Martin Luther- Platz neu gestaltet. Der Straßenverkehr rund um den ehemaligen Jan-Wellem-Platz wird künftig in unterirdische Tunnel umgeleitet. Durch den jetzt begonnenen Abriss des Tausendfüßlers wird Platz geschaffen für eine Flaniermeile nach Vorbild der Rheinuferpromenade.

Das Gesamtvolumen aller Baumaßnahmen beträgt ca. 1,4 Milliarden €. Pro Monat werden auf der Baustelle über 10 Millionen € verbaut.

Sechs unterirdische und zwei oberirdische U- bzw. S- Bahnhöfe entstehen auf der 3,4km langen neuen Strecke.

Über viele  Stufen stiegen wir in die ca. 20m tiefe Baugrube, wo durch den unterirdischen Schildvortrieb (mit einer Maschine von 9,50m Außendurchmesser) der Bau der Röhre vorgetrieben wurde. Herr Wittkötter erläuterte die Vorgehensweise vor Ort, zeigte uns die durch einen internationalen Architektenwettbewerb ausgeschriebenen und zu gestaltenden Bahnhöfe, die z.T. in Deckelbauweise errichtet werden.

Durch den Bau der Wehrhahnlinie werden heute 5 oberirdisch fahrende Straßenbahnlinien ersetzt. Dadurch werden der  Innenstadt neue Gestaltungsmöglichkeiten an Ihrer Oberfläche gegeben.

Auf dem Rückweg ins Baubüro hatten wir noch Gelegenheit, die Architektur der entlang der Hofgartenterrassen  neu errichteten Libeskind-Gebäude zu betrachten.

Nachdem wir unsere Baustellenkleidung wieder im Baubüro abgegeben hatten, wurde mit einem gemütlichen Beisammensein die Veranstaltung im Restaurant „Zum Schlüssel“ beendet.

 

A40 Westkreuz Bochum

Für Dienstag den 10.09.2013 um 14.00 Uhr hatten wir unsere Mitglieder zur Besichtigung der Großbaumaßnahme „Westkreuz Bochum“, Ausbau der A 40 sowie Querspange A 44 eingeladen.
Im Oktober 2010 hatten wir bereits Gelegenheit, diese Maßnahmen in ihren Anfängen zu besichtigen. Die damalige große Resonanz unserer Veranstaltung und der inzwischen erreichte Stand der sogenannten „Bochumer Lösung“ waren für uns Grund genug für eine weitere Besichtigung.

Quelle: strassen.nrw

Das Teilstück der A40 von Duisburg bis Dortmund-West und die Bundesstrasse 1 im Stadtgebiet von Dortmund bilden den „Ruhrschnellweg“. Diese Schnellstraße weist mit das höchste Verkehrsaufkommen in Deutschland auf, bis zu 100.000 Kfz. nutzen die Autobahn täglich. Der sechsstreifige Ausbau der A40 in Bochum-Wattenscheid ist ein Teil der „Bochumer Lösung“. Die  Bochumer Lösung beinhaltet drei Maßnahmen:

• Sechsstreifiger Ausbau der A40 zwischen den Anschlussstellen Gelsenkirchen und Bochum-Stahlhausen
• Umbau der Anschlussstelle Stahlhausen zum "Westkreuz" mit dem direkten Anschluss an den Bochumer Außenring (Donezk-Ring)
• Neubau der Querspange A44 als Verbindung zwischen dem Bochumer Außenring (Nordhausen-Ring) und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten (A43/A44)

Die A40 soll im zentralen Bereich zwischen Stahlhausen und dem Autobahnkreuz Bochum durch die Umsetzung der Großbaumaßnahme entlastet werden. Der Lärmschutz für die Anwohner wird im Zuge der Maßnahme ebenfalls verbessert.
Der sechsstreifige Ausbau der A40 von der Stadtgrenze Essen/Bochum bis zur Brücke Erzbahntrasse einschließlich des Neubaus des Autobahnkreuzes Bochum-West erfolgte in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten:

1. Bauabschnitt A ist bereits fertig gestellt. Der Ausbau erfolgte von der Stadtgrenze Essen/Bochum bis zur Bahnhofstraße.  Die Freigabe der 6-spurigen A40 für die Anschlussstelle Gelsenkirchen-Süd und den Abschnitt A erfolgte Anfang November 2011. Die Baukosten betrugen ca. 20 Millionen Euro.
2. Bauabschnitt B ist ebenfalls abgeschlossen. Der Abschnitt von der Bahnhofstraße bis zu Walzwerkstraße umfasst ca. 1,8 Kilometer. Die Baukosten betrugen ca. 28 Millionen Euro.
3. Bauabschnitt C befindet sich noch in der Herstellung. Auf einer Länge von ca.  zwei Kilometern wird von der Walzwerkstraße bis zur Brücke „Erzbahntrasse“ ein 6-spuriger Ausbau durchgeführt. Die ersten Vorarbeiten zum Bau der Brückenbauwerke im Westkreuz begannen Ende 2009. Die Kosten für den Straßenbau betragen hier ca. 35 Millionen Euro, hinzu kommen noch ca. 25 Millionen Euro für den Brückenbau mit sechs Bauwerken.

Vor Ort begrüßte der zuständige Projektleiter Dipl.-Ing. Rolf Witte von Strassen.nrw, die 22 Teilnehmer im Baubüro. Hier wurde über die Maßnahme  informiert, bevor die Baustelle besichtigt wurde. Die Baustellenbesichtigung umfasste das neue Westkreuz und führte unter anderem über zum Teil fertig gestellte Brückenbauwerke.
Bemerkenswert sind die großen Mengen an Boden- und Erdaushub die gewonnen und bewegt wurden. Im Zuge der drei Bauabschnitte werden insgesamt 280.000 m³ Boden bearbeitet.

Nach dem informativen Vortrag, der Baustellenführung und dankenden Worten an Herrn Witte ging es in das Restaurant „Kümmel Kopp“ in Bochum, wo in geselliger Runde bei einem Abendessen über die vorangegangene Exkursion und Verschiedenes aus dem Berufs- bzw. Ruhestandsleben gesprochen wurde.