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BG-Bonn

Baustellenbesuch-Rheinbrücke-Leverkusen

Der Neubau der Rheinbrücke Leverkusen mit dem zugehörigen acht-streifige Ausbau der A1 und dem Ausbau des Autobahnkreuzes Leverkusen und der Anschlussstelle Köln-Niehl ist derzeit eines der herausragenden Autobahnprojekte in Deutschland. Ein wichtiges Teilprojektziel ist die möglichst schnelle Wiederherstellung eines auch für den Schwerverkehr nutzbaren Rheinübergangs. Als einfacher PKW-Nutzer ist einem die Brisanz der Verkehrseinschränkung auf 3,5 t nicht bewusst. Aber bei der Organisation der Veranstaltung wurde uns dann deutlich, dass die Besichtigung der Baustelle auf beiden Rheinufern unter Verwendung eines Busses, selbst eines Kleinbusses, nicht möglich ist. So entschieden wir uns nach Abstimmung mit der Projektleitung für den Besuch des rechtsrheinischen Baustellenteils.

Im Infocenter von Straßen.NRW in der Fußgängerzone von Leverkusen erhielten wir zunächst einen Gesamtüberblick. Die Ausbaulänge der A1 beträgt 4,5 km und umfasst neben den beiden neuen 1066 m langen Rheinbrücken 11 weitere Brücken erstellt, von denen 6 länger als 350 m sind. Zudem werden umfangreichen Lärmschutzanlagen errichtet. Das Projektvolumen beläuft sich auf ca. 750 Mio. €. In der anschließenden Fragerunde wurden u.a. die Sicherheitsdetektionen zur Gewährleistung der Kampfmittelfreiheit und die Stahlkontrolle im chinesischen Herstellerwerk diskutiert

Für den zweiten Programmteil fuhren wir mit Privat-Pkw zu einem nahe der rechtsrheinischen Baustelle gelegenen Parkplatz und wanderten von dort zur Baustelle. Uns wurden Baustelleneinrichtung, Abbrucharbeiten, Entwässerungsmaßnahmen und Gründungsmaßnahmen für das neue Rheinbrückenwiderlager erläutert. Der Erfahrungsbericht zu den Arbeiten innerhalb der Altablagerung Dhünneaue, welche im Vorfeld zu umfangreichen Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt und auch das Oberverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt hatten, war hoch interessant. Den Betrieb der LKW-Sperranlage an der A59 konnten wir von erhöhter Position beobachten.

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Wir möchten uns bei Projektleiter Dipl.-Ing. Thomas Raithel und bei seinem ganzen Team für die ausführlichen Erläuterungen zum Projekt und die beeindruckende Baustellenführung bedanken.

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